Die Besten Dronen Im Vergleich & Test 2019

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Tipps für das Fotografieren per Drohne

Neben dem Spaß am Fliegen ist vor allem das Fotografieren und Filmen ein Grund für den Einsatz einer Drohne. Allerdings ist dies gar nicht so einfach. Wie auch bei einer komplexen Kamera ist es nicht so, dass du einfach auf den Auslöser drückst und schon ist das perfekte Foto im Kasten. Denn wie auch bei Spiegelreflexkamera und Co gibt es auch bei der Drohnenfotografie einige Dinge zu wissen und zu beachten, die sich zum Teil minimal von den Grundlagen der klassischen Fotografie am Boden unterschieden. Wir geben dir einige wertvolle Tipps und Tricks an die Hand, mit denen du schon bald die perfekten Drohnen-Fotos schießt.

Worauf du bereits beim Kauf achten solltest?

Heute gibt es eine Vielzahl von Drohnen im Handel. Nahezu alle, vor allem im Preisbereich ab ca. 100 Euro aufwärts, sind mit einer Kamera ausgestattet. Bei der Wahl deiner Drohne solltest du dir diese genauer unter die Lupe nehmen, damit das Fotografieren auch hinterher gut klappt.

Besonders empfehlenswert sind Drohnen mit einer Auflösung von mindestens 12 Megapixel, wenn du Wert auf sehr hochwertige Fotos legst und nicht nur Spaß am Fliegen und dem Erkunden deiner Umgebung aus einer neuen Perspektive hast. Der verwendete Bildsensor sollte ebenfalls möglichst groß sein, je größer, besser mehr (z. B. wie bei der DJI Phantom 4 Advanced mit 1 Zoll). Generell gilt: Je kleiner der Bildsensor ist, desto qualitativ schlechter werden auch die Aufnahmen.

Weitere Dinge, die du beim Drohne mit Kamera kaufen beachten solltest, sind unter anderem die Brennweite und das Bildformat. Da die Kamera bei einer Drohne meist fest verbaut ist, empfiehlt sich eine Brennweite des Objektivs von 20 bis 35 mm. Als Bildformat sollte die Kamera sowohl JPG als auch RAW beherrschen, damit die Bilder hinterher auch gut nachbearbeitet werden können, wenn du dies möchtest. Zudem ist es gerade für professionellere Fotoaufnahmen sinnvoll, einen Multicopter mit mindestens 6 Rotoren zu nehmen. Denn diese Drohnen-Bauart liegt stabiler in der Luft und ist zudem auch weniger anfälliger gegen den Ausfall eines Rotors. Damit du in aller Ruhe Luftaufnahmen machen kannst, ist zudem ein Ersatz-Akku praktisch, sodass du die Flugzeit verlängern kannst.

Möchtest du es auf die Spitze treiben und hast ein großes Budget zur Verfügung, kannst du dir auch eine Profi-Drohne kaufen, Diese kommt in aller Regel ohne Kamera, hat aber einen Einsatz für einen Einbau einer Kamera. Dann kannst du dir die Kamera selbst aussuchen, die von der Drohne in luftige Höhen getragen werden soll.

Die richtigen Einstellungen für Luftaufnahmen

Prinzipiell sind mit einer Drohne geschossene Luftaufnahmen keine sonderlich schwierige Sache. Die Automatik der jeweiligen Kamera unterstützt dich in aller Regel bereits sehr gut, um absolut vorzeigbare Ergebnisse zu erreichen. Allerdings kannst du mit den richtigen manuellen Einstellungen dann doch noch etwas mehr herausholen und den Fotos deinen individuellen Touch verleihen. Wir geben dir einen kleinen Überblick über die wichtigsten Werte, die du bei den meisten Kameras manuell einstellen kannst.

Blende und Belichtungszeit

Die Blende regelt, wie viel Licht auf den Sensor kommt. Damit ist sie für die Belichtung der Fotos zuständig, die einen entscheidenden Einfluss auf deren Qualität und Optik hat. In der Regel ist es ratsam, die Blende möglichst weit zu öffnen, um so die Belichtungszeit gering halten zu können und dennoch genug Licht auf den Sensor strömen zu lassen. Hier ist aber auch etwas Herumexperimentieren notwendig, um die Blende auf den jeweiligen Sensor abzustimmen und für möglichst scharfe und gut aussehende Fotos zu sorgen. Allerdings ist das Steuern der Blende bei den wenigsten Drohnen möglich. Nur einige der teuren Modelle machen hier eine Ausnahme.

Die Belichtungszeit solltest du in der Regel sehr kurz halten, damit die Luftaufnahmen scharf werden. Denn durch die Vibrationen der Drohne im Flug könnten die Fotos sonst leicht verwackeln und damit unscharf werden. Ist die Drohne mit einem hochwertigen Gimbal ausgestattet, gleicht dieser allerdings die Bewegungen der Drohne weitestgehend aus, sodass du auch mit längeren Belichtungszeiten arbeiten kannst, was gerade bei beleuchteten Szenerien mit bewegten Objekten wie Autos für tolle Effekte sorgt.

ISO-Wert

Ebenfalls mit der Belichtung zu tun hat der ISO-Wert, der bei vielen Kameras manuell eingestellt werden kann und die Lichtempfindlichkeit des Bildsensor beschreibt. Hohe ISO-Werte ermöglichen auch Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, z. B. in der Dämmerung. Den Themenbereich der ISO-Werte hier an dieser Stelle in aller Ausführlichkeit dazulegen, würde leider den Rahmen dieser Seite und unserer Möglichkeiten sprengen. Daher verweisen wir an dieser Stelle auf diesen ausführlichen und guten Ratgeber zum Thema ISO-Werte.

Weißabgleich

Heutige Kameras beherrschen das Thema Weißabgleich in der Regel sehr gut, sodass du dich hierum eigentlich nicht kümmern musst. Allerdings kann es gerade bei Panoramaaufnahmen doch eine Rolle spielen. Dann kannst du den Weißabgleich auf die verschiedenen Wetterverhältnisse anpassen. Auch hier ist etwas mehr Fachkenntnis und Herumprobieren der Schlüssel zum Erfolg.

Fokus

Bei der Drohnenfotografie ist es sinnvoll mit dem Autofokus der Kamera zu arbeiten. Denn durch die Vibrationen der Drohne gleicht das Arbeiten mit einem manuellen Fokus eher einem Glücksspiel. Da ist der automatische Fokus auf jeden Fall die bessere Wahl, da die heutigen Kameras dies auch in aller Regel sehr gut beherrschen.

Dateiformat

Bereits kurz angeklungen ist das Dateiformat. Gängig sind JPG und RAW. Beides sollte die Kamera unterstützen. Aber welches solltest du verwenden? Möchtest du die Bilder später am PC nachbearbeiten, empfiehlt sich das RAW-Format. Denn bei diesem gehen keine Bilddaten durch eine Komprimierung verloren. Beim JPG-Format wird das Foto zum Einsparen von Speicherplatz hingegen komprimiert, was ein Nachteil bei der Nachbearbeitung ist.

Günstige Drohnen beherrschen allerdings oft nur das JPG-Format. In diesem Fall hast du dann gar nicht erst die Qual der Wahl, aber eben auch „schlechtere Karten“ bei einer eventuellen Nachbearbeitung der Fotos. Allerdings sind auch bei diesen, wie z. B. unsere DroneX Pro Erfahrungen zeigen, beeindruckende Aufnahmen aus luftiger Höhe möglich.

December 7, 2018

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