Die Besten Dronen Im Vergleich & Test 2019

Home > Drohne fliegen lernen: Tipps und Tricks für einen gelungenen Start

Drohne fliegen lernen: Tipps und Tricks für einen gelungenen Start

Irgendwann ist immer das erste Mal – ob nun beim Drohne fliegen oder bei vielen anderen Dingen im Leben. Hältst du deine erste Drohne stolz in den Händen, z. B. unseren Testsieger DroneX Pro oder eine der anderen von uns im getesteten Modelle wie die Parrot Anafi Drohne, ist vermutlich die Aufregung groß. Und du wirst wahrscheinlich auch viele Fragen im Kopf haben. Was muss ich jetzt machen? Wie fliege ich das Ding?

Aber keine Panik! Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deine ersten Flugversuche mit deiner neuen Drohne erfolgreich gestaltest und dich nach und nach an längere Flüge und größere Höhen und Distanzen herantraust, ohne Angst um das Wohl deines neuen Multicopters haben zu müssen. Deine virtuelle Drohnen-Flugschule quasi…

Check vor dem ersten Flug

Hältst du deine Drohne in der Verpackung in den Händen, kommt zunächst das Auspacken. Öffne die Verpackung und entnimm die einzelnen Teile genauso vorsichtig. Danach solltest du einen kurzen Bestandscheck machen, ob alles dabei ist und ob es nirgends zu Fehlern bei der Produktion gekommen ist. Denn es kann durchaus mal vorkommen, dass ein Fehler bei der Qualitätskontrolle nicht bemerkt wird. Dieser kann dann beim ersten Flug schnell zu einem Problem führen und die Drohne ohne Schuld deinerseits crashen lassen.

Dann solltest du die Akkus von Drohne und Fernsteuerung laden, damit du bereit bis für den ersten Flug. Schaue in die Anleitung, was für Dinge du noch vor dem ersten Abheben machen solltest, da dies von Hersteller zu Hersteller und Modell zu Modell durchaus etwas unterschiedlich ausfallen kann. Prüfe z. B. ob die Fernsteuerung eine ungestörte Verbindung zur Drohne hat, die meist über das 2,4 GHz Band aufgebaut wird. Hast du alles gecheckt, kann es auch schon losgehen mit den ersten Flugstunden.

Die ersten „Schritte“

Der Start und die Landung sind elementare Dinge beim Fliegen einer Drohne. Mit dem Start beginnt jeder Flug, mit der Landung endet er hoffentlich unbeschadet. Daher solltest du diese beiden Dinge als Drohnen-Neuling auch als erstes lernen.

Wenn es sich um eine kleine Drohne handelt, kannst du dir ein kleines „Helipad“ kaufen oder basteln, z. B. aus einer Pappe oder ähnliches. Bei einer größeren Drohne suche dir eine ebene Fläche, die du als Start- und Landeplatz nutzen kannst. Zudem solltest du bei der Wahl deines ersten Flugplatzes einen Ort suchen, wo möglichst keine störenden Dinge in unmittelbarer Nähe stehen, also keine Bäume, Gebäude und Co. Und wo natürlich das Fliegen von Drohnen erlaubt ist.

Deine ersten Flugversuche sollten nun darin bestehen, auf dieser Fläche für einige Minuten Starts und Landungen zu üben. Lasse hierfür die Drohne gefühlvoll abheben, dann ca. auf eine Höhe von 50 cm bis 1 m steigen, dort kurz verweilen und dann anschließend wieder gefühlvoll und sauber auf der gekennzeichneten Fläche landen. Um die Drohne steigen zu lassen, bewegst du einfach den linken Knüppel der Fernsteuerung deiner Drohne gefühlvoll nach oben, bis die Rotoren schnell genug drehen, sodass die Drohne vom Boden abhebt. Hast du die gewünschte Höhe erreicht, halte den Stick an Ort und Stelle, bevor du ihn dann zum Landen wieder gefühlvoll nach unten in Richtung Ausgangsstellung bewegst.

Die nächste Aufgabe

Hast du ein Gefühl für die Höhensteuerung bekommen und kannst die Drohne sauber starten und landen? Perfekt! Dann bist du bereit für die nächste Lektion in unserer Drohnen-Flugschule. Denn vermutlich willst du deine Drohne nicht immer nur hoch und runter fliegen, sondern auch die Umgebung erkunden lassen. Dafür musst du lernen sie zu manövrieren, wozu wir nun kommen.

Nun geht es daran, vorwärts und rückwärts zu fliegen. Hierfür kommt der rechte Steuerknüppel an deiner Fernbedienung zum Einsatz, der für die Nick- und Roll-Befehle zuständig ist. Beginnen wir mit den Nickbewegungen, also der Beschleunigung nach vorne und hinten. Starte wieder mit deiner Drohne und lassen sie auf eine Höhe von ca. 50 cm steigen. Dann fliege ein paar Meter nach vorne, indem du den rechten Knüppel sachte nach vorne bewegst. Hierdurch beeinflusst du die Schubverteilung der einzelnen Rotoren, wie wir es dir in unserem Ratgeber „Wie funktioniert eine Drohne?“ bereits erklärt haben. Hierdurch kippt die Drohne ab und bewegt sich vorwärts. Ziehe dann den Stick sachte zurück, um zurück zur Ausgangsposition zu gelangen und auf dem Landeplatz wieder sauber zum Boden zu gelangen.

Beherrscht du das Vorwärts- und Rückwärtsfliegen, kann es an die Seitwärtsbewegungen gehen. Diese funktionieren genauso, nur dass du hierfür den rechten Steuerknüppel nach links oder rechts bewegen musst. Auch hier kannst du zunächst ein Meter in eine Richtung fliegen, um dann zurück zur Basis zu kehren. Klappt das problemlos, kannst du auch die vier Richtungen kombinieren, indem du z. B. ein „X“ fliegst und so sowohl Nick- als auch Rollbewegungen durchführst. Wichtig ist bei allen ersten Flugmanövern, die Befehle über die beiden Sticks immer möglichst gefühlvoll umzusetzen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie gut und präzise die Drohne auf kleine Veränderungen reagiert.

Um die eigene Achse

Nachdem du die bisherigen Flugmanöver nun beherrschst, kommt nun quasi die Königsdisziplin, das sogenannte „Gieren“. Hierbei handelt es sich um das Drehen der Drohne um die eigene Achse. Dies ist ein wichtiges Flugmanöver, das immer mal wieder zum Einsatz kommt und das du daher unbedingt üben und beherrschen solltest.

Starte wieder vom Startplatz und lassen die Drohne auf einer Höhe von ca. 50 cm auf der Stelle schweben. Um die Drohne nun um die eigene Achse zu drehen, musst du den linken Knüppel je nach Drehrichtung nach links oder rechts bewegen. Achte dabei darauf, dass du keinen Schub wegnimmst, sonst sinkt die Drohne wieder zum Boden. Hast du die 360 Grad Drehung abgeschlossen, kannst du wieder sicher an Ort und Stelle landen, bevor du erneut abhebst und dieses fortgeschrittene Flugmanöver erneut übst, bis dieses aus dem Effeff klappt.

Nun beherrscht du die Basics für das Fliegen einer Drohne und kannst dich größeren Herausforderungen stellen. Bei einer Mini Drohne für den Indoor-Bereich kann dies z. B. das Landen auf Schränken oder das Meistern eines kleinen Hindernis-Parcours sein. Auch draußen kannst du dir so etwas bauen oder natürliche Hindernisse hierfür verwenden, um deine Flugkünste weiter zu verbessern. Die ersten Schritte hast du ja nun erfolgreich bestanden, sodass du dich für größere Aufgaben qualifiziert hast. Aber immer dran denken: Achte auf die Sicherheit aller Personen und Dingen in der Nähe sowie natürlich auch auf die deiner Drohne. Gerade als Anfänger solltest du es noch nicht übertreiben mit den rasanten Flugmanövern.

December 7, 2018

Kommentare


There are no comments available.